Cornel van Bebber

Autor und Administrator dieser Seiten seit 1998. Rheinländer, Studium Chemie und Biologie. Entdeckte die Hummeln durch das Hummelbuch von v. Hagen. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Seite. Google+: Cornel van Bebber

Website: http://aktion-hummelschutz.de

Bisherige Beiträge von Cornel van Bebber:

Nahrungsmangel ist Ursache Nr. 1 für Artenschwund (Studie)

Die intensive landwirtschaftliche Nutzung von Flächen ist Hauptursache für das Verschwinden von Hummelarten wie der Distelhummel und anderer Insekten.

Diese Aussage war zuletzt zwar anerkannt, beruhte aber auf Spekulationen. Es gab einfach keine zuverlässigen Daten aus der Zeit vor 1950, als die Landwirtschaft noch keine Agrarindustrie war.

Niederländische Forscher haben nun mit einem Trick diese Datenlücke geschlossen. Sie konnten beweisen, dass mit dem Verschwinden von Hauptnahrungspflanzen auch Insekten seltener wurden. Außerdem ergaben sich dadurch Empfehlungen für eine Förderung der seltenen Arten, z.B. der Distelhummel.

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4 Antworten zu “Nahrungsmangel ist Ursache Nr. 1 für Artenschwund (Studie)”

  1. Norbert Bock sagt:

    Kommentar war sehr nützlich. Vielen Dank

  2. HELMUT tITSCHACK sagt:

    Danke für die Infos. Wir brauchen mehr davon!

  3. Felicitas sagt:

    Sehr interessant. Werde also weiterhin mein „Unkraut“ im Garten kultivieren (rot blühender Klee, Spitzwegerich, usw.) – ganz ohne schlechtes Gewissen…

  4. Bulli sagt:

    Na, ich weiß nicht.
    Eine Hummelart, die auf Glockenblumen spezialisiert ist, kann nicht durchgängig Glockenblumen antreffen.

    Zu dem Hummelsterben habe ich eine andere Theorie.

    Von Hummeln ist bekannt, dass sie sich bei Suchflügen und auf Nahrungssuche an Strukturen in der Landschaft orientieren. Eine der stärksten Strukturen ist die Vegetationskante an Straßenrändern.
    Schon 2014 schrieb ich im Forum von Hummeln, die offensichtlich nicht zu Potte kamen und stattdessen an Bordsteinkanten entlang nach Nistgelegenheiten suchten. Eine Kollison mit einem Auto bei nur 50 km/h war tödlich, was die Hummelkörper neben der Straße bewiesen.
    Auch konnte ich eine Hummel-Arbeiterin erleben, die sich todesmutig durch das Vorderrad meines (fahrenden) Fahrrades stürzte. Auch das kann tödlich enden.

    Dieses Jahr berichtete Christine1 von Mooshummelköniginnen, die an der Straße starben (Forum, Thema „Hummelsaison 2015“, 83. Blatt).
    Naturfreund John Walters twitterte Ende April von 21 tot aufgefundenen Hummelköniginnen an einem kurzen Stück Straße.
    Dabei waren 10 Berglandhummeln (Bombus monticola).
    Es mag vielleicht sein, dass einige Hummelarten wirklich durch Wegfall ihrer Nahrungspflanzen eingehen, aber Fakt ist, dass seit 1930, 1933, 1945 oder 1950 oder welches Datum man auch immer wählt, die von Ochsen gezogenen Droschken durch viel schnellere wie auch aerodynamisch kompaktere Fortbewegungsmittel mit mehr Luftverdrängung ersetzt wurden, die Straßenbeläge für höhere Geschwindigkeiten optimiert wurden und die Straßenrandstruktur durch den Kontrast Asphalt zu ungemähtem Grün noch viel ausgeprägter, also für Hummeln noch verlockender, wurde.

    Das Hummelsterben überleben nach meiner Meinung die Hummelarten, die genügend Geschlechtstiere erbrüten, damit die Verluste durch den Straßenverkehr ausgeglichen werden.

    Diese Theorie würde auch dieses erklären:
    Eigentlich müsste auf Grund der guten Trachtsituation hier die Population der Hummeln (die großen 6) viel höher sein. Die Hummeln können bis zum Ende der Kolonien (außer Ackerhummeln) schlecken soviel sie wollen. Gerade Wiesenhummel, Baumhummel und Gartenhummel sind schon vor Ende der Lindenblüte fertig. Da gibt es hier keinen Hunger. Dennoch sind die Nestgründungen im Frühjahr doch sehr rar. Grasbüschel gibt es genug und Mauslöcher auch. Das war für mich ein Rätsel. Berücksichtigt man die Verkehrstoten an den Straßenrandstreifen, wird es logisch.

    Ich glaube, dass die Reproduktionsrate von Hummeln nicht auf die Unfalltoten an Straßen eingestellt ist. Ich hoffe, dass einige Hummelarten ihre Reproduktionsrate signifikant steigern können, um die Verluste im Straßenverkehr ausgleichen zu können.

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Wir wichteln! Machen Sie mit!

Wichteln macht Spaß und ist immer eine Überraschung! Machen Sie mit!
So geht’s

  • Jeder, der mitmacht, bekommt Saatgut für typische Hummelpflanzen von einem Hummelfreund zugeschickt. Selber schickt man einer anderen Person Saatgut zu.
  • Die Personen werden zugelost.
  • Das Saatgut ist eine Überraschung, denn man legt höchstens einige Hinweise zur Aussaat dazu, nicht jedoch den Namen der Pflanzenart. Die Samen sollen neutral eingetütet werden.

Lassen Sie sich überraschen, welche Hummelpflanze da wächst. Und lernen Sie auf diese witzige Art andere Hummelfreunde kennen.

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Eine Antwort zu “Wir wichteln! Machen Sie mit!”

  1. […] schöne Aktion von Cornel van Bebber auf der Webseite aktion-hummelschutz.de aufmerksam machen. Get the buzz – Saatgut für Hummelpflanzen mit anderen Hummelfreunden tauschen. Ich würde mich freuen, […]

  2. Nicole sagt:

    Sehr schöne Idee diese Wichtelaktion – doch leider nützt die beste Idee nichts wenn es unzuverlässige Teilnehmer gibt. Einseitig macht es weder Spaß noch haben die Hummel etwas davon. Schade!

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Die Wahrheit über ein erfolgreiches Video im Internet

Zur Zeit wird ein Video durch die sozialen Netzwerke gereicht (aktuell etwa 2 Mio. Klicks!) in dem eine Hummel in ein Spinnennetz fliegt und in dem eine andere Hummel bereits zappelt. Die zweite Hummel soll die Spinne dann stechen und dadurch die erste befreien. Tatsächlich flieht die Spinne.

Rührend, nicht wahr?

Aber es ist gar nicht wahr, dass die eine Hummel der anderen Hummel hilft. Es ist noch nicht einmal wahr, dass die zweite Hummel zusticht.

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2 Antworten zu “Die Wahrheit über ein erfolgreiches Video im Internet”

  1. jasmin crossman sagt:

    Lieber Herr van Bebber,
    schön, das Sie die Menschen auf klären. Manchmal denken die Menschen so, wie sie es gerne hätten. Ich glaube in der Natur spielt nicht Mitleid die Hauptrolle, sondern Überleben! Die Natur ist so wunderbar! Jedoch auch aus menschlicher Sicht brutal,was aber so nicht stimmt,denn Tiere wollen einfach nur überleben und sich fort pflanzen. Kein Tier der Welt ist so grausam wie der „sogenannte Mensch“!
    Liebe Grüße und vielen Dank
    Jasmin Crossman

  2. […] Schon einmal gab es ein rührendes Internetvideo, das den Hummeln menschliches Verhalten unterstellt… […]

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