Hummelstich: Hummeln können stechen

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Können Hummeln stechen? Ja! Entgegen der landläufigen Überzeugung, Hummeln könnten nicht stechen, besitzen weibliche Hummeln sehr wohl einen Stechapparat. Bevor die friedlichen Tiere aber zustechen, gibt es eindeutige Drohungen, die ernstgenommen werden sollten.

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Zwei Warnungen vor dem Stich

Dieses Bild zeigt das Abwehrverhalten von Hummeln. Das Tier hebt das mittlere Bein hoch und streckt es dem Angreifer entgegen. Foto: C. Mayrhofer mit freundlicher Genehmigung für http://aktion-hummelschutz.de

Auf diesem Bild kommt noch dazu, dass die Hummel das Hinterteil mit dem Stachel dem Feind präsentiert. Dies sollte man als eindeutige Warnung verstehen. Interessant ist, dass auch männliche Hummeln dieses Verhalten zeigen, obwohl sie gar keinen Stachel haben. Der Vorteil ist klar: Ein normaler Feind wird nicht zwischen den Arbeiterinnen und den Drohnen unterscheiden können. So kopiert der Drohn das Verhalten seiner Schwestern, ohne im Stande zu sein, wie diese später zu reagieren. Foto: I. Karwarth mit freundlicher Genehmigung für http://aktion-hummelschutz.de

Hummeln stechen nicht sofort. Während die männlichen Exemplare (Drohnen) ohnehin keinen Stachel haben, wehren sich Königinnen und Arbeiterinnen allerdings nur selten gegen den Angreifer und sind relativ friedlich. Im Vergleich mit der allseits bekannten Deutschen Wespe sind sie geradezu zahm. Außerdem zeigen Hummeln schon vor dem Stich eine Bedrohung an:

  • Bei mäßiger Bedrohung: Die Hummel hebt ihr mittleres Bein (es ist immer das mittlere) in Richtung des Angreifers. Auch dieses Verhalten sollte als Warnung verstanden werden.
  • Bei deutlicher Bedrohung: Die Hummel brummt sehr laut, dreht sich auf den Rücken und streckt das Hinterteil mit dem Stachel dem Angreifer entgegen. Dadurch entsteht eine Art Widerlager. Die Hummel kann sich auf dem Rücken abstützen und gleichzeitig den Stachel in den Angreifer bohren, wenn sich dieser der Hummel weiter nähert. Deshalb liegt eine erhebliche Bedrohung vor, wenn eine Hummel auf dem Rücken liegt und das Hinterende emporstreckt!

 

Wann stechen Hummeln?

Hummeln wehren sich mit einem Stich, wenn sie eingezwängt sind, beispielsweise wenn man sie festhält oder ihr Ausflugloch aus dem Nest versperrt. Im Sommer, wenn das Volk auf seinem Höhepunkt ist, können sich Baumhummeln auch bedroht fühlen, wenn man sich dem Nest nur nähert. Erdhummeln werden angriffslustig wenn man das Nest öffnet.

 

Ist der Hummelstich schlimm?

Der Hummelstich ist weniger schlimm als der einer Wespe oder Biene (Vergleich Biene-Hummel). Da bei der letzteren der Stechapparat im Opfer stecken bleibt und die Giftdrüse auch nach dem Abflug der Biene weiterhin kontinuierlich Gift in das Opfer injiziert, solange der Stachel steckt, ist ein Bienenstich viel schmerzhafter als der einer Hummel. Bei dieser wird der Stachel nämlich wieder aus der Wunde herausgezogen. Es gelangt viel weniger Gift in den Körper.

 

Kleiner Exkurs zur Giftzusammensetzung

Die Giftzusammensetzung ist bei den Tieren dabei sehr ähnlich, man kann also nicht sagen, dass Hummelgift giftiger als Bienen- oder Wespengift ist. Wichtig im Gift ist u.a. das “Apamin”. Es ist zwar ein Nervengift, doch wirkt es weiterhin entzündungshemmend. Mittlerweile gibt es sogar Kliniken, die auf die positive Wirkung des Gifts schwören. So werden Patienten, die über Gelenkprobleme klagen, über mehrere Wochen mit bis zu 120 Stichen (pro Tag!) in die betreffenden Regionen versorgt. Tatsächlich werden die meisten Beschwerden gelindert. Es gibt sogar Berichte, dass ehemals im Rollstuhl sitzende Personen danach wieder Laufen oder Treppen steigen konnten.

 

Wann wird´s gefährlich?

Natürlich sind solche “Stich-Therapien” nur möglich, wenn der Körper sich vorher auf das Gift eingestellt hat. In solchen Fällen wird die Schwellung innerhalb von 1-2 Tagen rasch abgebaut. Der Normalfall ist aber sicherlich gegeben, wenn nach dem Stich die Stelle anschwillt, sich rot verfärbt und die Einstichstelle deutlich als roter Punkt mit einem weißen “Hof” erkennbar wird. Die Stichstelle brennt und wird u.U. heiß. Außerdem beginnt sie zu jucken. Bei normalen Personen bleibt es bei diesen Symptomen, die nach einer Woche abgeklungen sind. Dabei ist die geschwollene Partie bei normalen Personen nicht größer als 10 cm im Durchmesser und beginnt nach 24 Stunden, sich zurückzubilden.
Gefährlich wird es aber für Allergiker (Insektengiftallergie), die bei einem Hummelstich in Lebensgefahr geraten können und es zu einer Schockreaktion kommt. Diese Patienten müssen dann ein Notfall-Pack mit sich führen (Spray, Spritze, …) und sofort einen Arzt aufsuchen. Dummerweise merkt man in der Regel erst nach einem Insektenstich, ob man allergisch reagiert oder nicht. Wer daher mit Bienen, Wespen oder Hummeln arbeiten will, ohne zu wissen, ob er Allergiker ist, sollte besondere Vorsicht walten lassen und nicht alleine arbeiten, so dass im Notfall durch einen Zweiten ein Arzt gerufen werden kann.


 
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Bislang 47 Kommentare.



Autor: Cornel van Bebber | Datum: 22. April 2011 - 15:15 Uhr | Update: 27. Oktober 2013 - 20:14 Uhr | Kommentare: 47
Autor: Cornel van Bebber
Autor und Administrator dieser Seiten seit 1998. Rheinländer, Studium Chemie und Biologie. Entdeckte die Hummeln durch das Hummelbuch von v. Hagen. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Seite. Google+: Cornel van Bebber
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47 Kommentare

  1. Irmtraud Rödiger

    Ist es gefährlich, wenn meine Katze gestochen wird? Die Katze will mit den Hummeln spielen, die sich an ihrem Katzennetz niederlassen. Ich habe Angst dass sie gestochen werden könnte.
    Im Falle eines Hummelstiches, was kann ich dann tun?

    Antworten
    • Cornel

      Der Stich ist bei einer Katze nur dann problematisch, wenn die Katze versucht, die Hummeln zu fressen. Bei einem Stich im Hals sofort zum Tierarzt.
      Das tiefe Brummen der Hummeln schreckt aber eigentlich alle möglichen Tiere ab, wahrscheinlich haben sich die Hummeln noch nicht bedroht gefühlt und sich dementsprechend “locker” verhalten.

      Antworten
  2. mielsch

    zu Hummelstich
    so ganz harmlos der Stich einer Erdhummel nun auch nicht. Folgendes ist mir passiert: mein Garten ist in Waldnähe am Hang. Ich grabe am 9.7.12 während der Dämmerung Kartoffeln mit einer Grabgabel aus und sehe die Hummeln zu spät obwohl ich sie schon brummen hörte.
    Auf ihr warnendes Schimpfen hab ich nicht gleich reagiert und schon stach eins der Tiere durch den Socken. Es hat richtig gebrannt. In der 1.Nacht war weiter keine Reaktion zu sehen, aber am folgenden Nachmittag wurde alles um die Einstichstelle rot und dick. Ziemlich schmerzhaft beim Laufen. Heut, am 3.Tag geht die Rötung und Geschwulst langsam zurück und es juckt auch nicht mehr so sehr. Ich hab Umschläge mit Schwedenbitter gemacht.

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    • Helga

      … stimmt genau! Mich hat am 10.7. eine Hummel in den 2. Zeh gestochen. Zuerst nur gebrannt, trotz sofortiger Zwiebelscheibe. Am nächsten Tag war die 2. Zehe doppelt so dick und rot. Am schlimmsten jedoch war der permanente Juckreiz bis zum Fußgelenk!
      Seit heute Abend (2 Tage später) juckt die Zehe deutlich weniger und ist nicht mehr so stark geschwollen, die Röte geht auch zurück, GsD.
      Also, (m)eine Gartenhummel hatte es in sich – schade nur, dass sie nun hinüber ist :-(
      Helgi

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      • Thomas

        Wird wohl an der Zwiebelscheibe gelegen haben (Entzündung!) Vielleicht solltes du es wie im Mitelalter mit Kuhdung probieren! *omg*

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  3. Thomas

    ich habe gestern beim Rasenmähen ein Hummelnest überfahren und die Hummeln haben mich in den Arm und die Augenbraue gestochen (beim 3. Mal vorbeifahren). Als Imker bin ich Bienenstiche ja gewöhnt und spüre sie nach ein paar Minuten nicht mehr. Die Hummelstiche jucken aber jetzt immer noch, auch wenn sie von vorne herein nicht so stark angeschwollen sind, wie die Bienenstiche anfangs waren. Scheinbar unterscheidet sich bei aller Verwandschaft das Gift der beiden doch soweit, dass man sich an jedes erst gewöhnen muss.
    Soll aber nicht heißen, das ich mich jetzt auch regelmäßig mit Hummeln anlege ;-)

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    • Tanja

      Von mir noch eine kurze Frage – mich hat ebenfalls eine Hummel in die Augenbraue gestochen. TRotz sofortigem Einsatz von Zitrone und Zwiebel schwol mir am darauffolgenden Tag das Gesicht an. Inwischen war ich schon beim Arzt und bekam eine Infusion mit Fenistil und Cortison, da offensichtlich eine allergische Reaktion vorliegt…. Jetzt soll ich auch noch sicherheitshalber (weil im Gesichtsbereich) ein Antibiotikum hinterher nehmen & damit habe ich eine Problem… Außer der enormen Schwellung (die mich allersings sehr monsterhaft erscheinen lässt) habe ich keine Beschwerden (kein Fieber) Darum meine Frage – bekommen Imker auch gleich Antibiotika verschrieben ? Ich bin davon nicht überzeugt…. Gruß
      Tanja

      Antworten
      • tanja

        Wenn du allergisch reagierst ist es eine Vorsichtsmassnahme! Damit die gifte im Körper nicht so viel anstellen können! Herzbeschwerden oder atembeschwerden!

        Antworten
  4. bine

    meine schwester ist vor kurzem von einer hummel gestochen worden ich war dabei und keiner wollte es glauben alle sagten es stechen nur die erdhummeln ich freuhe mich das ich die seite gefunden habe nun kann ich klugscheissern danke

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    • Klugscheißer

      Leg mal weniger Wert auf’s Klugscheißern und mehr auf die deutsche Rechtschreibung. Danke!

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  5. Raymond Luft

    Wer kann mir näheres sagen, wenn eine Hummel ausgerechnet in das Auge gestochen hat: Kann es dadurch zu Einblutungen des Augapfels kommen? Also im weißen Teil, wenn man sich nicht gleich behandeln lässt von einem Augenarzt, und dass man dadurch schlechter sehen kann als vorher. Weil derjenige vor ca. einem halben Jahr gestochen wurde und nun immer häufiger Einblutungen im Auge hat ???

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    • Cornel van Bebber

      Das “Weiße” ist die sog. Lederhaut im Auge, die die Hornhaut mit Blut versorgt. Die Blutgefäße kann sich nur ein Arzt unter der Vergrößerung ansehen und entscheiden, ob diese verletzt sind. Das Blut transportiert den Sauerstoff zur Hornhaut, die dadurch intakt bleibt, was sehr wichtig ist. Das Aufsuchen eines Arztes würde ich daher empfehlen. Ich bin aber selber kein Arzt und du solltest meine Informationen nicht als alleinige Grundlage für deine gesundheitsbezogenen Entscheidungen wählen.

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    • josef simler

      das ist einzigartig von einem insekt ins auge gestochen zu werden-kann mich auf keinen selbigen fall erinnern.arbeite meistens ohne schutz bei den bienen aber auf so einen fall kann ich mich nicht erinnern.wie ist das passiert?

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  6. Miriam

    Hallo

    Mich hat vor drei tagen einen hummel massakriert, meine wunde sieht mittlerweile aus wie eine blutvergiftung, roter strich von achsel bis ellenbogen, die schmerzen werden nicht besser, in der nacht kommt es mir vor, als hätt ich fieber, meine rechte brustseite schmerzt teilweise, ich fühle mich schwer und lustlos, mein arm schmerzt und juckt und ein klarer steifen wie blutvergiftung aber das kann eine hummel nicht verursachen oder?

    Antworten
    • Cornel van Bebber

      Leider ja, weder deine Wunde war steril noch eine Hummel fliegt steril durch die Gegend. Auch durch Reiben kann es zu einer Infektion kommen. Geh rasch zum Arzt! Der kann dir bei deinem Verdacht beispw. Antibiotika verschreiben, vllt. ist es auch “nur” eine allergische Reaktion. Du musst aber auf jeden Fall zum Arzt!

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  7. josef simler

    leider ist es so das viele menschen keine hummel oder wespe von bienen unterscheiden können-somit wissen sie auch nicht wie man sich verhalten soll wenn man so einem intelligente lebewesen in die nähe kommt.mich ärgert am meisten wenn nester oder ameisenhaufen zerstört werden…..

    Antworten
  8. Wilfried Zeiß

    Mein Enkel ( 1 Jahr) hat eine Hummel angefasst die auf dem Teppich lag. Sie hat zugestochen in seine Finger die sofort angeschwollen sind. Der Arzt hat sofort ein Zäpfchen gegeben, man weis ja bei dem kleinen Wurm nicht ob er solchen Stich verträgt.

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  9. Arvid

    Interessanter Artikel! Bei uns haben sich Hummeln in einem größeren Blumentopf auf dem Balkon eingenistet … hoffentlich geht ihnen da drinnen nicht der Platz aus!
    Aber so wie mir scheint sind die da ganz zufrieden.

    Da sie ja gänzlich ungefährlich sind bin ich ja beruhigt. Ich meine, das Hummeln niemandem etwas tun war mir schon klar, aber ich dachte, dass die bei ihrem Nest dann doch etwas kritischer reagieren.

    Das ist jetzt zusammen mit der Amsel die hier nistet (und überhaupt nicht scheu ist, zumindest lässt sie sich nicht stören) schon der zweite Besucher auf unserem Balkon! Wenn das so weiter geht, innen wir den garnicht mehr nutzen :D

    Hoffentlich frisst die Amsel nicht die Hummeln!

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  10. Frank

    Hallo, mich hat heute auch beinahe eine Hummel ins Auge gestochen! Das Hummelnest befindet sich in Kopfhöhe in einem Meisenkasten. (Kleine fast ganz schwarze Tiere). Da ich noch nie schlechte Erfahrungen mit Hummeln gemacht hatte, bin ich bis auf 2 meter rangegangen. Es war zinlich viel los, Mittagszeit. Plötzlich flog eine Hummel vom Nest geradezu in mein Gesicht zum Auge und hat mich ins Augenlied gestochen, aber nur schwach, da ich sie gleich wegwischen konnte. Es gab keine Schwellung, schmerzte aber gut 2 Stunden. Auf 3 bis 3,5 Meter Abstand blieb ich erneut stehen und wurde erneut von einer Hummel geradewegs Richtung Gesicht attakiert. Diese konnte ich abwehren, dann habe ich das Weite gesucht. Ich war sehr überrascht, gehe sonst auch ohne Angst recht nahe an Hummel- und auch Wespennester, weil ich die Tiere interessant finde und habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht!

    Antworten
    • Raffael

      Hallo

      Finde deinen Bericht sehr interessant! ich habe seit meiner frühesten Jugend (1980) auch nie schlechte Erfahrungen mit Hummeln gehabt habe sie sogar beim Nektar sammeln um meine Geschwister zu beeindrucken mit dem Finger leicht und sanft gestreichelt aber nun letztes Wochenende war ich Bootfahren und als wir uns dem Ufer genähert haben sind einige Hummeln zu uns geflogen und haben versucht uns zu stechen eine Freundin wurde ins Genick gestochen! wir hatten nichts getan um ihre Aufmerksamkeit zu erregen da wir uns alle noch auf dem Boot befanden es war auch sehr schwer die Hummeln wieder los zu werden nachdem wir zurück auf den See gefahren sind um eine andere Stelle zu finden an der wir ans Ufer gehen könnten. Mich hat es sehr verwundert weil ich Hummeln eigentlich weder aggresiv noch in großer Zahl auf einmal gesehen habe.

      Antworten
    • Cornel van Bebber

      Baumhummeln sind etwas aggressiver und nisten gerne in Meisennistkästen. Außerdem tauchen da jetzt oder in den nächsten Wochen die Jungköniginnen auf. Vielleicht lag es daran? Aggressiver als sonst sind die Tiere aber nicht.

      Antworten
  11. Werner Grimberg

    Hallo, sehr interressant die Artikel über unsere Hummeln. Habe in unserem Garten einen Quittenbusch stehen, der mir zu groß wurde, von der Höhe her und zu breit war, darin steht seit ca. 10 Jahren ein Nistkasten für Meisen völlig Eingewachsen. Als ich mich mit meiner Elektrischen Heckenschere und Leiter ans Werk machte, hatte ich vielleicht um die 25-30 Hummeln um mich herum. Ich mußte sehr schnell die Leiter verlassen, schlagen und weglaufen, eine Hummel ist mir über meinen Ohrrand gebrummt, ich habe sie auch noch vertreiben können. Die Arbeit habe ich halb fertg eingestellt. Mein Ohr hat leicht gebrannt und wurde wenig später sehr warm. Nach 2 Stunden war alles wieder normal. So etwas kenne ich von Hummeln gar nicht. Wann und wie kann ich den Nistkasten entfernen, ohne die Hummeln zu vernichten, ist der Kasten im Winter auch bewohnt oder Quartieren sich im Frühjahr die Tiere wieder neu ein. Viele Grüße Werner

    Antworten
    • Cornel van Bebber

      Baumhummeln sind etwas aggressiver und nisten gerne in Meisennistkästen. Außerdem tauchen da jetzt oder in den nächsten Wochen die Jungköniginnen auf. Vielleicht lag es daran? Aggressiver als sonst sind die Tiere aber nicht.

      Antworten
  12. Helmut Rausch

    Bin vor zwei Tagen von einer Hummel gestochen worden. Bin auf dem Land aufgewachsen und lebe auch noch da, seit nunmehr 57 Jahren. Von daher habe ich auch schon von Kindheit an Kontakt zu derlei Insekten und weiss auch, wie ich mich gegenueber Bienen, Wespen und Hummeln verhalten muss. Erschrocken war ich ueber die Aggressivitaet der Hummeln. Habe in der Naehe eines Nestes (war mir bekannt) in einem Komposter Rasen gemaeht und wurde ploetzlich von mehreren Hummeln angegriffen, ca. zwei bis drei Meter vom Nest entfernt. War schon oefters in der Naehe von Hummelnestern zugange bin aber nie angegriffen worden. Werde wohl in Zukunft respektvollen Abstand zu Hummeln halten

    Antworten
  13. Jule

    Guten Abend,

    ich habe entdeckt, dass neben dem Eingang des Fahrradschuppens bei meinem Haus häufig Hummeln in Bodennähe zu sehen sind und dort auch ein Loch im Boden gesehen – es sieht also so aus, als sei es ein Hummelnest. Um mein Rad aus dem Schuppen zu holen, muss ich in etwa einem knappen Meter Entfernung an der Stelle vorbei und die Tür öffnet sich noch ein Stück weiter in diese Richtung. Bisher haben die Hummeln mich anscheinend ignoriert, aber ich möchte nicht riskieren, dass sie mich als Bedrohung sehen und stechen. Sollte ich das Rad den Sommer über besser in den Keller bringen? ;)

    Vielen Dank und Gruß!

    Antworten
      • Jule

        Ich konnte vorhin nur eine kurz sehen und hatte meine Brille nicht auf ;) Aber spontan sah es aus, als wäre sie hinten weiß und vorne rot gewesen, also eine Baumhummel. Mich wundert allerdings, dass sie dann anscheinend in ein Erdloch flog. Als ich das Loch aus gebührender Entfernung beobachtete, flog von hinten eine andere Hummel ziemlich direkt auf mich zu und ich hab mich lieber schnell entfernt… dieser “Angriff” würde dann ja wieder zu manchen der Beschreibungen hier von Baumhummeln passen.

        Antworten
  14. Bernhard Werner

    Lieber Herr van Bebber,
    unsere Kinder haben unter ihrer Holzterrasse ein Hummelnest. Direkt daneben spielen und liegen unsere 4 Enkelkinder und Freunde um die Sandkiste (4 Mon. bis 3 Jahre alt). Schon die Möglichkeit von Stichen erscheint doch als erhebliches Risiko. Sollte man das Nest nicht besser entfernen lassen und von wem ?
    Mit Gruß und Dank für Ihren Rat – Bernhard Werner

    Antworten
  15. Herbert Szumovski

    Danke für diese Webseite!
    Seit ein paar Tagen hatten wir den Verdacht, daß wir ein Wespennest auf der Nordseite unseres Wohnhauses (Holzhaus) haben.
    Gestern abend sind wir länger aufgeblieben, und erstmals hörten wir nun deutlich das manchmal anschwellende Brummen in der Nacht unter dieser Wohnzimmerwand, das dann wieder für eine Zeit verschwindet.
    Deshalb hielt ich heute morgen erstmals genauer Nachschau und entdeckte das Hummelnest.
    Wir haben auf der Nordseite des Grundstücks auch einen Wildblumengarten, der nie gemäht wird, und schon seit dem Frühjahr sind uns die vielen Hummeln aufgefallen, die man sonst ja eher selten sieht (im Gegensatz zu Wespen).

    Wir freuen uns über das Nest, und bedanken uns für die vielen Informationen hier auf der Webseite!

    LG, Herbert

    Antworten
  16. IS

    Hallo!
    Gestern morgen bin ich von einer Hummel (der ich aus dem Wasser geholfen habe) in der Nähe des Nagelbettes in den Finger gestochen/gebissen (?) worden. Tat nur kurz weh und wurde NICHT dick. Ich war ja dirket in kaltem Wasser und bin weitergeschwommen. Jetzt, nach mehr als 24 Stunden ist der Bereich geschwollen und gerötet. Habe schon Apis genommen (bisher ohne Erfolg) und werde mir noch Quark besorgen. Ich bin jetzt nur etwas nervös, weil Samstagabend ist. Kann es normal sein, daß die Einstichstelle erst nach über 24 Stunden anschwillt?

    Vielen Dank für diese Seite und die hilfreichen Antworten!

    Antworten
  17. IS

    Hallo!
    Seit einigen Tagen geraten vermehrt Hummeln in ein 25m-Schwimmbecken.
    Warum geraten so viele Bienen und Hummeln ins Wasser? Orientieren diese sich nicht nach Geruch?

    Schöne Grüße
    IS

    Antworten
  18. Tina

    Ich lebe in Thailand und bei uns sind die Hummeln (auch andere Insekten) um einiges größer als in Deutschland.. manche Mummeln sind sogar doppelt so groß!!

    Im Gegensatz zu Deutschland sind die Hummeln und besonders die Wespen und Bienen hier sehr sehr ausgeglichen und friedlich. Ich habe einen alten Baumstamm aus dem Meer gezogen und den unter dem Dach als Kratzbaum für die Katzen festgebunden… mittlerweile hat er schon etliche Löcher von den Hummeln und es ist sehr interessant wie lange die Tierchen an so einem Loch arbeiten müssen. Wenn man näher hingeht kann man hören wie sie drinnen am Holz kratzen. Nach so 20 Löchern sind die Katzen auch nicht mehr an den Stamm gegangen!
    Wir gehen jeden Tag mehrmals an dem Baumstamm vorbei… die Katzen liegen in der Nähe rum und ich habe ihn versehentlich auch schon angerempelt… aber es ist rein gar nix passiert. Bin sogar mit der Kamera ganz nahe hin und hab Fotos gemacht. Ich wurde noch nie attackiert, kein Bein wurde gehoben und auch auf dem Rücken ist noch keine gelegen.

    In Deutschland konnte ich nicht mal beim essen auf der Terrasse sitzen bleiben und bin immer gleich weg gerannt… in zwischen sehe ich das genauso entspannt wie die Insekten… hab ihnen sogar einen 2. Stamm hingestellt!!

    Das einzige was bei uns 100% sticht sind die verdammten Moskitos. Leider haben wir viele davon (2 Gartenteiche) und so muss ich sprühen (Denguefieber und so wollen wir ja auch nicht) aber ich nutze Permedan… und ich sprühe nur in die dunklen Ecken wo keine Blüten wachsen! Somit habe ich den Garten voll mit Schmetterlingen, Hummeln, Wildbienen (die übrigens 50 cm neben den Hummeln in ein Loch im einer Bambusstange gezogen sind) Käfern, Echsen usw. und nachts meine Ruhe vor Moskitos.

    Antworten
  19. Elfi

    Hallo,
    ich habe Seit Frühjahr unter meinen Terrassen-Platten direkt am Eingang zum Wohnzimmer ein Hummelnest. Meine Familie geht jeden Tag ein und aus, auch Kinder und meine Katzen aber bis jetzt hat uns noch keine gestochen. Selbst wenn ich einmal im Weg stehe fliegen sie mit ge-brumm um mich herrum, so dass ich ausweichen kann. Auch habe ich im Garten ca. 10 Lavendelbüsche, auf die sind die Hummeln ganz wild, und ich arbeite viel in unmittelbarer Nähe von diesen, aber die Hummeln ignorieren mich total. Ich mag die kleinen flauschigen, überaus fleißigen Brummer.
    Viele Grüße Elfi

    Antworten
  20. Sabine Michehl

    Sitze oft auf meiner Bank im Vorgarten und beobachte die dicken Hummeln, die in meinen Stockrosen Nektar sammeln. Sie brummen/summen dabei. Wenn ich von Pilz befallene Blätter abreiße, klingt ihr Gebrumme etwas bedrohlicher, aber gestochen hat mich eine der Hummeln noch nie dabei.
    Eine Bekannte hat erzählt, sie sei von einer Hummel gebissen worden. Ich kann das kaum glauben – mit welchen Zähnen denn???
    Auf diesbezügliche Erfahrungsberichte bin ich sehr gespannt.
    Eine meiner Töchter wurde einmal von einer Biene oder von einer Hummel gestochen, als sie barfuß über eine Wiese (Klee) lief – sie muss also auf das Tierchen getreten sein. Nun ja,
    da würden wir uns doch auch wehren.
    Es würde mich sehr freuen, wenn mir jemand die Frage “Können Hummeln beißen?” beantworten könnte.

    Die Antworten im Internet, die ich bis jetzt gefunden habe, sind nicht aufschlussreich, sondern nur unbewiesene Behauptungen.

    )n freudiger Erwartung zahlreicher Antworten

    verbleibt

    mit lieben Grüßen

    Sabine Michehl

    Antworten
  21. Jenny

    Da kann ich eine lustige Geschichte beitragen.
    Letzte Woche lag ich abends im Bett. Mein Freund neben mir schon friedlich am Schlummern. Plötzlich merke ich einen stechenden Schmerz an meinem Allerwertesten. Man fühlt natürlich direkt nach, jeddoch konnte ich nichta fühlen und habe mir nicht viel dabei gedacht. Hier und da ziept ja immer mal etwas. Meist Einbildung.
    Bis mir plötzlich was die Achsel hochkrabbelt. Habe zwar gemerkt, dass es ein großes Insekt sein musste, jedoch war der/die/das spurlos verschwunden.
    Mein Freund und ich sind zunächst auf dir Ckuch geflüchtet.
    Am nächsten Morgen, war der erste Gedanke bei dem vermeintlichen Insekt. Kaum zwei Schritte ins Schlafzimmer gemacht, sehe ich schon etwas schwarzes, großes, brummendes auf dem Boden, was plötzlich ohne Vorwarnung in die Luft ging und auf mich zuflog. Schnell habe ich die Flucht ergriffen. Mein Freund hat das Geheimnis schlussendlich gegen Mittag lüften können. Eine schwarz-rote Hummel.
    Sie war sehr geschwächt. Nachdem sie ein bisschen Birne naschen durfte und einen Schluck Wasser trank, machten wir das Fenster auf und sogleich flog sie los – wie sollte es anders sein- in das gegenüberliegende Schlafzimmer. >. <
    Haben ein Hummelnest direkt neben dem Schlafzimmerfenster, wie wir nun entdeckt haben. ^^

    Antworten
  22. Cinderella

    huhu…ich dachte seid drei tagen ich hätte ein bienennest in meiner wand…nun hat sich rausgestellt das es sich um hummeln handelt! da die kleinen bewohner sich einen weg in das zimmer meiner 3 jährigen tochter gesucht haben weiss ich leider nicht was ich jetz machen soll! kann mir da vllt ein imker helfen?? lg

    Antworten
    • Laura Stark

      Hallo Cinderella,

      prinzipiell kann man Hummeln schon umsiedeln. Lass dir dabei aber von jemandem helfen, der Ahnung von Hummeln hat. Zerstören darfst du das Nest nicht, da es sich bei Hummeln u geschützte Tiere handelt. Einen Hummelexperten findest du vielleicht unter den Imkern, die oft aus Interesse auch mal was anderes als Honigbienen halten und erforschen ;)
      Falls du keinen Weg findest das Nest zu entfernen, musst du versuchen das Zimmer deiner Tochter “dicht” zu kriegen. Ein Fliegengitter vor dem Fenster hilft meistens und sonst musst du den Rolladenkasten mal untersuchen und beobachten und eventuell kleine Löcher verstopfen oder zukleben.
      Die Hummeln kommen bestimmt nicht absichtlich in das Zimmer deiner Kleinen, da finden sie ja auch garkeine Nahrung.

      Falls ihr gestochen werdet könnt ihr die Wirkung des Giftes mit Alkohol abschwächen. Hummelgift ist ein Eiweißmix. Diese Proteine im Gift kann man wie alle Proteine durch 70% Alkohol (gibts in der Apotheke) zerstören, den man auf den Stich satt aufträgt und einwirken lässt. Das wird den Stich nicht ungeschehen machen, aber es wird nicht so schlimm. Gegen den Juckreiz hilft dann eine Salbe wie Soventol, Fenistil, etc.
      Andere Methoden wie einen heißen Löffel (min 60°C) auf die Stelle drücken oder Zitronensaft zerstören die Eiweiße auch, aber für Kinder ist ein heißer Löffel meist schlimmer als der Stich.

      Liebe Grüße :)

      Antworten
  23. Stübi

    Hallo Hummelfachmensch,
    ich sitze wie jeden Tag in meinem Dachgeschossbüro, die Dachflächenfenster sind geöffnet, jedoch mit Fliegengittern “gesichert”, die Sonne scheint. Wetter wie im Sommer, aber es ist erst Mai …
    Habe heute schon 12 (in Worten: zwölf) Hummeln mit Becher und Bierdeckel an der Innenscheibe gefangen und frei gelassen. Komischerweise haben mich ALLE vorher angegriffen – sprich: sind mehrmals auf Kollisionskurs zu mir gegangen, haben´s wohl hauptsächlich aufs Haar abgesehen. Ich habe keine Angst vor ihnen auch nicht vor einem evtl. Stich. Ich frage mich nur, warum die das machen. Hätte gerne einen Tip. Danke im Voraus.
    Gruß
    Stübi

    Antworten
  24. berni

    Ich habe heute in 3m Höhe am Haus, in der Nähe eines 3er Sperlingskastens eine Bohrung angebracht um ein Sonnensegel zu befestigen. Eine Bruthöhle war mit Hummeln belegt. Augenentfernung vielleicht 40 cm ;))). Großes Gesumme, ein paar kammen gucken— das wars. Ich hatte mit mehr Aktivitäten gerechnet. Wären doch bloß alle soooo. Berni

    Antworten
  25. Lars

    Hallo, möchte auch meine Erfahrung mit den Erdhummeln in unserem Garten teilen.

    Das Nest befindet sich in einer ca. 1m breiten Gasse zwischen Gartenhaus und Garagenwand in einem Loch unter dem Gartenhaus. Da dort auch unsere Mülleimer stehen, muss ich da täglich vorbei und steh dann direkt vor ihrem Nest (ca. 30cm) bei der Mülltrennung.
    Es herrscht auch stetig reger Flugverkehr, so dass die Hummeln beim Anflug mich als Hindernis wahrnehmen, dann unmittelbar vor mir über meinen Kopf aufsteigen und dann direkt hinter mir zur Landung ansetzen. Dass ich direkt an ihrem Nest stehe stört sie anscheinend überhaupt nicht.

    Da das Spielchen nun schone einige Wochen so geht bin ich mutiger geworden und habe mich direkt neben das Nest gekniet und mit dem Kopf ziemlich nah herangegangen, um die Hummeln beim Ein- und Ausgehen zu beobachten. Es sind sehr große Tiere, die größten die ich in unserem Garten je gesehen habe.
    Das Zugangsloch ist gerade breit genug für ein Tier. Im Loch sitzt immer eine Hummel als Wache. Wenn eine Hummel anfliegt, zieht sie sich zurück und lässt das anfliegende Tier durch. Beim Ausfliegen das gleiche Spiel, die Wache zieht sich zurück, lässt eine andere Hummel ausfliegen und versperrt dann sofort wieder das Loch. Obwohl ich ziemlich lange direkt mit meinem Gesicht vor Ihrem Einflugsloch hockte, hat selbst die Wache mich nicht als Bedrohung empfunden.
    Ich habe somit keine Bedenken, dass ich oder meine Kinder von diesen friedlichen Riesen “aus Versehen” gestochen werden und freue mich, dass sich so schöne Tiere in unserem Garten niedergelassen haben.

    Antworten
    • Cornel van Bebber

      Vielen Dank für diese schöne Beschreibung, die hoffentlich vielen Mut macht, die ebenfalls ein Nest im Garten haben. Es ist prima, dass das alles so unkomliziert ist, obwohl Erdhummeln eigentlich große Nester (für Hummeln. Aus der Sicht von Bienen sind das Peanuts) bilden.

      Antworten
  26. Marcel

    Cja,was soll ich sagen. Beim Unkraut ziehen stach mich eine Hummel im oberen Handgelenk, wo man normaler weise seine Uhr trägt. Am zweiten Tag musste ich einen Arzt aufsuchen und nehme seit einer Wochen Tabletten. Das Handgelenk schwoll extrem an und ich konnte meine Hand nicht mehr abknicken.

    Mir soll keiner mehr sagen, das diese Tiere harmlos sind. Auch deren Gift ruft bei einen richtigen Stich körperliche Reaktionen vor. Und ich bin nicht allergisch.

    Achtet weiterhin auf eure Gesundheit.

    Antworten

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