Experimente

"Jetzt, während ich das schreibe, ist eine große Hummel ins Zimmer geflogen und füllt es mit tiefem Brummen. Wie schön das ist, welch tiefe Lebensfreude liegt in diesem satten Ton, der von Fleiß und Sommerhitze und Blumenduft vibriert." Rosa Luxemburg, 19.05.1917
(Quelle: Rosa Luxemburg, 1950. Briefe aus dem Gefängnis.)
Anregungen: Finde heraus, wer Rosa Luxemburg war, und weshalb sie im Gefängnis war.
War die vorbeischauende Hummel eine Arbeiterin, Königin oder ein Drohn? Begründe!

Hinweise bzgl. der Untersuchungen für deine Eltern

Es muss immer bewusst sein, dass man mit stechenden Insekten arbeitet. Zwar sind Hummeln im Vergleich zu Bienen und Wespen "stechfaul", doch machen sie zur Verteidigung Gebrauch vom Stachel. Deshalb gelten ausdrücklich die folgenden Regeln:
- Hummeln nicht anatmen, wegpusten, wegschlagen, festhalten, einquetschen, fangen. Stattdessen: Die ausgestreckte Hand langsam auf die Hummel zubewegen.
- Keine leuchtende Kleidung und auffälliges Parfum tragen.
- Hummeln zeigen vor dem Stich ein Drohverhalten, das ernst genommen werden sollte. Hier kann man mehr darüber erfahren.
- Personen, die allergisch auf das Gift reagieren (Eine Schwellung nach einem Stich ist normal. Hier geht es um lebensbedrohliche Kreislaufveränderungen oder Atemprobleme), dürfen diese Versuche nicht machen.
- Wer sicher gehen möchte, kann für einen evtl. Stich Salbe mitnehmen. Da Kinder nicht immer treffsicher zwischen Biene und Hummel unterscheiden, lohnt sich auch eine Pinzette zum Entfernen des Stachels (bei Hummeln bleibt der Stachel allerdings gar nicht stecken).
- Von Baumhummelnestern fern halten.
Alle Experimente wurden vorher erprobt und haben sich als ungefährlich erwiesen, wenn den angegebenen Maßnahmen Folge geleistet wird. Dennoch dürfen insbesondere die Versuche mit Chemikalien nur unter der Aufsicht eines Erwachsenen durchgeführt werden, die Mengen sind einzuhalten. Ich bin nicht verantwortlich für Schäden, die durch die Versuche auftreten.

Beobachten von Hummeln

Material: -
Durchführung: Hummeln findest du vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Manche Arten gibt es aber nur zu bestimmten Zeiten, Männchen erst spät, echte Königinnen nur früh im Jahr. Deshalb wirst du immer wieder verschiedene Tiere entdecken können.
Da die Hummeln rasch wegfliegen, wenn es ihnen nicht gefällt, brauchst du einen Platz, wo die Hummeln gerne hinfliegen. Deshalb müssen da viele "Hummelpflanzen" blühen. Forscher haben herausgefunden, dass diese häufig blaue oder lila Blüten haben. Disteln sind also richtig gut. Hier gebe ich dir einmal ein paar Beispiele: Disteln, Klee, Beinwell und alle Taubnesselarten. Am besten klickst du einmal auf die Namen und siehst dir die Fotos an. Vielleicht wachsen ja manche Pflanzen in deiner Nähe.

Wenn sich jetzt eine Hummel zeigt, verhalte dich ganz ruhig. Dann beobachte genau. Was fällt dir auf? Was findest du interessant? Das ist ganz wichtig, denn diese Fragen könntest du danach selbst versuchen zu erforschen. Ich kann dir dabei vielleicht Tipps geben, also mail mir doch einfach.
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Rieche und schmecke das, was Hummeln riechen und schmecken

Material: Klarsichtfolie, Kleepflanzen und Pflanzen der Weißen Taubnessel
Durchführung 1: Überdecke abends eine etwa 1 m x 1m große Fläche von Kleeblüten dicht mit Klarsichtfolie. Entferne die Folie am nächsten Vormittag und rieche an den Blüten. Wie riechen Kleeblüten?
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Durchführung 2: Zupfe von einer weißen Taubnessel eine saubere Blüte ab und betrachte sie am Ende. Was siehst du am Ende der Kronröhre (von "Blütenkrone")? Sauge die Blüte von unten aus. Wie schmeckt die Blüte? Was schmeckt denn da?
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Detektivische Arbeit: Wo kommt die Hummel gerade her?

Material: Tesafilm, Papier, Schnellhefter, evtl. Aceton aus dem Baumarkt
Durchführung: Wenn du eine Hummel genau betrachtest, siehst du an ihren Hinterbeinen einen kleinen farbigen Klumpen hängen. Je öfter die Hummel eine Blüte besucht, desto größer wird der Klumpen.
Es handelt sich um Blütenstaub (auch Pollen genannt), denn die Hummeln sammeln nicht nur Nektar, sondern eben auch Blütenstaub. Anhand der Farbe kannst du erkennen, wo die Hummel herkommt, denn sie muss vorher eine Blüte besucht haben, die Blütenstaub in genau dieser Farbe anbietet.
Zunächst legst du dir "Pollenatlas" an. Dazu sammelst du von verschiedenen Blüten den Blütenstaub, indem du ein Stück Tesafilm immer wieder auf die Staubbeutel einer Pflanze drückst. Etwas Blütenstaub bleibt hängen. Klebe das Stück auf ein Blatt weißes Papier und hefte es in einen Schnellhefter ein. Finde anschließend den Namen der Pflanze heraus - eine Hilfe sind Bestimmungsbücher, die du sicherlich bei deinem Biologielehrer ausleihen kannst. Und wenn dann eine Hummel mit lila Pollenpaketen vorbeifliegt, brauchst du nur noch in deinem Pollenatlas nachsehen: Welche Pflanze blüht gerade und hat diese Pollenfarbe?
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© van Bebber, Cornel (12.04.2007). Experimente mit Insekten am Beispiel der Hummeln. http://aktion-hummelschutz.de/kinder/experimente.html.
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