Erst verführt sie Hummeln, jetzt wird die Pflanze zur Plage
Hummeln haben besseren Sex
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| Verführt Hummeln: die Blüte des Drüsigen Springkrauts. |
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Zwei Meter hohe Stauden säumen das Bachufer. Rot-lila Blüten überall. Doch die Idylle trügt: Hier wuchsen früher noch Beinwell und Blutweiderich, war Vielfalt unter den Pflanzen angesagt. Jetzt ist es anders.
Die Stauden, die nun in dunkelgrüner Monotonie den Fluss einfassen, sind erst in den letzten Jahren dazugekommen. Es handelt sich um das Drüsige Springkraut, das aus Asien eingewandert ist. Es hat sich jetzt extrem stark vermehrt, alles überwuchert und erstickt. Die Pflanze ist eine regelrechte Plage. Doch wie konnte sie sich bloß so schnell und gut verbreiten?
Würzburger Forscher haben das jetzt beantwortet. Wenn Hummeln zu den Blüten des Drüsigen Springkrauts fliegen - und dabei werden sie vom vielen Nektar angelockt - bestäuben sie diese so gut, dass die Pflanzen Unmengen an Samen produzieren. Honigbienen dagegen sahen die Forscher kaum. Außerdem produzierte die Pflanze einfach weniger Samen, je mehr Bienen die Blüten anflogen. Die Hummel hatte offenbar erfolgreicheren Sex mit der Pflanze.
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