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Hummeln

Rapsöl ist gesund – auch dank der Hummeln

Raps - Lizenzen im Text

Wussten Sie nämlich, dass Rapsöl bis vor etwa 40 Jahren nicht nur schlecht schmeckte, sondern sehr ungesund war und Organschäden verursachte? Mit der Hilfe von Hummeln gelang die Züchtung der heutigen, gesunden Rapssorten.

Biodiesel
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Ur-Raps: Der „schlechte“ Raps

Natürlicherweise enthält Raps zwei Substanzen, die ungesund sind: Die Erucasäure verursacht schwere Herzschäden – ein wunderbarer Schutz aus Sicht der Pflanze vor dem Fraß durch Wildtiere, in einem Lebensmittel für uns Menschen aber einfach unmöglich.

Daneben enthielt der Raps Glucosinolate, ein Überbegriff für verschiedene Substanzen, die einfach sehr schlecht schmecken und zudem bei Tieren die Verdauung beeinträchtigen, weshalb auch Tiere den Raps als Futter nicht freiwillig fraßen.

„Guter“ Raps

Mitte der 1970er Jahre gelang die Zucht von Rapssorten, die extrem wenig Erucasäure und Glucosinolate enthalten, bis zum Ende der 1970er Jahre wurden nur noch solche Rapssorten angebaut (vgl. unten: Zahlen).

Die Rolle der Hummeln

Hummeln leisten wegen ihrer extrem fleißigen Natur gute Bestäubungsdienste. Da in ihrem dichtem Pelz viel mehr Blütenstaub als bei Honigbienen hängen bleibt, sind die Bienen im Gegensatz zu den Hummeln für die Bestäubung nicht sinnvoll (wohl aber für die Sammlung von Rapsblüten-Nektar zur Herstellung des Rapshonigs).

Durch die Hummeln entstehen also pro Pflanze wesentlich mehr Samen, der Ertrag steigt.

Daneben sind Hummeln einfach friedlicher, so dass auch Arbeiter zur Kontrolle der Zucht nicht angegriffen werden.

Sinnvoller Link

Quellen


Anhang

Wie erfolgt die Zucht?
Mutterpflanzen („Mutterlinie“), von denen später das Saatgut gewonnen werden soll, werden in Streifen ausgesät. Die Mutterpflanzen sind verändert: Sie bilden Blüten aus, die zwar voll entwickelte weibliche Geschlechtsorgane haben, die männlichen sind aber verkümmert, so dass eine Selbstbestäubung unmöglich ist.

Zwischen die Streifen werden Pflanzen der „Bestäuberlinie“ gesetzt, deren Blüten auch männliche Geschlechtsorgane bilden.

Das Feld wird mit Folien abgedeckt (wenn man eine andere Bestäubung ausschließen will) und Hummeln ausgesetzt. Diese tragen nun den Blütenstaub der „Bestäuberlinie“ zur „Mutterlinie“.

Nach erfolgter Bestäubung werden die Pflanzen der „Bestäuberlinie“ abgemäht, später dann die Mutterpflanzen geerntet.

Zahlen: Rapsanbau in Deutschland
Die Anbauflächen in Deutschland wachsen seit dem Weltkrieg. Mit der Einführung der gesunden Rapssorten stieg die Anbaufläche von etwa 400.000 ha (Ende der 1980er Jahre) auf 1,5 Millionen ha in 2007 an. Dies scheint die maximal mögliche Anbaufläche zu sein (Experten prognostizieren 1,8 Mio ha), zumindest betrug sie in den Jahren 2005 – 2010 im Schnitt 1.437.400 ha, in 2011 lag sie nur bei 1,36 Mio ha.


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Autor: Cornel van Bebber | Datum: 27. Dezember 2011 - 06:00 Uhr | Update: 17. Februar 2013 - 20:02 Uhr | Kategorie: Biologie der Hummeln | Schlüsselwörter: , , , , , , , | Kommentare: 0

Autor: Cornel van Bebber
Autor und Administrator dieser Seiten seit 1998. Rheinländer, Studium Chemie und Biologie. Entdeckte die Hummeln durch das Hummelbuch von v. Hagen. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Seite. Google+: Cornel van Bebber
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