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Eine knappe Zusammenfassung zur Bedeutung des Hummelschutzes

Warum schützen?

  • Nützlinge: Bestäuben viele Pflanzen. Der Nutzen für uns liegt in den resultierenden Früchten wie z. B. Kirschen, aber auch im Vermehren der Pflanzen, was bei seltenen Pflanzenarten in der Natur sehr wichtig ist.
  • Abhängigkeit: Viele Pflanzen sind in ihrer Existenz von den Hummeln völlig abhängig, da andere Tiere die Blüte nicht bestäuben können. Daher sind diese Pflanzen schon selten geworden und kommen nur dort vor, wo auch die Hummeln vorkommen.
  • Bedroht: Hummeln werden immer seltener (Ursachen s. unten).
  • Gesetz: Hummeln und ihre Nester stehen wegen ihrer Bedeutung für die Natur unter strengem Schutz. Das geht sogar so weit, dass es in Deutschland verboten ist, bestimmte Pflanzen zu schneiden, wenn ihre Blüten den Hummeln nützen. So ist es verboten, im Frühjahr Weidenkätzchen zu schneiden, weil diese die einzige große Nektar- und Blütenstaubquelle für die Tiere ist.

Warum bedroht?

  • Lebensraum eingeschränkt: Hummeln sind von sog. offenen Flächen abhängig, die sie zum Nisten und zum Sammeln von Nahrung brauchen. Diese Lebensräume werden aber in freier Natur seltener, weil immer mehr Landfläche zugebaut wird, durch intensive Landwirtschaft uninteressant oder durch aufgegebene Landwirtschaft zu uninteressanten Wäldern werden.
  • Nester: Großer Nistplatzmangel, weil Hummeln nur bestehende Höhlen (Oberirdische Höhlen: Alte Bäume, die selten sind. Unterirdisch: Verlassene Mäusenester, werden im Frühjahr auf Äckern umgegraben und zerstört.) beziehen können. Nester werden zerstört: Mutwillig, durch Gifte, durch die Mahd und durch dabei eingesetzte schwere Maschinen.
  • Nahrungsmangel: Äcker bieten keine Nahrung für die Hummeln (Weizen bietet den Hummeln nichts, Ackerunkräuter sind durch entsprechende Gifte ausgemerzt). Selbst die durch den Biodieselboom überall aufgetretene Rapsblüte führt nicht zu mehr Hummeln (zwar zu größeren Völkern, aber nicht zu mehr Völkern).

Wie schützen, wie helfen?

  • Garten: Hummelpflanzen zur Nahrung setzen, Nistplätze anbieten, bei Nachbarn und Freunden aufklären.
  • Landwirtschaft / Gesetzgeber:
    • Der Feldwegrand darf nicht mehr angetastet werden: kein Mähen, kein Biozideinsatz.
    • Gesetzlicher Schutz von Saumbiotopen wie Hecken und Wegränder.
    • Förderung der Ansaat von Nahrungspflanzen wie Rotklee.
    • Saumbiotope dürfen nicht mehr mitten im Sommer geräumt werden. Dazu zählen Gräben, aber auch Wegränder (es sei denn, es ist zur Sicherheit des Verkehrs nötig). Falsche Ordnungsliebe zerstört Hummelnester, vor allem, wenn "Schlegelmäher" genutzt werden. Das Schnittgut deckt die Nester dicht zu, die Hummeln können das Nest nicht mehr erreichen.
    • Mahd der Blütepflanzen so planen, dass dadurch die Blühzeit bis in den Herbst verlängert wird. Niemals das ganze Feld abmähen: hier bricht von einem Tag auf den anderen eine Nahrungsmöglichkeit weg.
    • Schaffung von "Hummelschutzzonen": gepachtetes Land wird mit Trachtpflanzen für Hummeln bestellt.

© van Bebber, Cornel (23.07.2007). Schutz von Hummeln. http://aktion-hummelschutz.de/schutz/hummelschutz.html.
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