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Hummeln

Seltene Hummelart überlebt dank intaktem Lebensraum

Karte der USA: Der grüne Bereich zeigt den ursprünglichen Lebensraum von Bombus occidentalis. Der weiße Punkt markiert die Stadt Boulder, bei der nun mehr als 20 Tiere gefunden wurden.

Karte der USA: Der grüne Bereich zeigt den ursprünglichen Lebensraum von Bombus occidentalis. Der weiße Punkt markiert die Stadt Boulder, bei der nun mehr als 20 Tiere gefunden wurden.

Forscher aus den USA freuen sich über die Sichtung einer seltenen Hummelart. Bombus occidentalis, auch „Western Bumblebee“, war früher sehr häufig und kam in weiten Teilen des Landes vor (siehe Karte: Nord-Kalifornien, Oregon, Washington, Alaska, Idaho, Montana, West-Nebraska, West-Nord-Dakota, West-Süd-Dakota, Wyoming, Utah, Colorado, Nord-Arizona und New Mexico).

Ab den späten 1990er Jahren wurde die Hummelart aber immer seltener. Innerhalb kurzer Zeit verschwand sie regelrecht, nur noch einzelne Exemplare der ehemals häufigen Hummel fand man noch. Es waren nur zufällige Beobachtungen, Forscher konnten in den Jahren keine Tiere mehr zählen.

“People have found a few bumblebees on the Western Slope of Colorado, but we were looking for them here and we weren’t finding any.”
Quelle

Zuchthummeln lösten Sterben aus

Der Grund für das rasche Verschwinden dürfte ein unentdeckter Parasit gewesen sein, der rasch zum Tod der Insekten führte.
Dazu muss man wissen, dass Bombus occidentalis als Bestäuber in der industriellen Landwirtschaft eingesetzt wird und damals einzelne Staaten von den USA nach Europa gebracht wurden. Hier kamen sie mit den europäischen Parasiten in Kontakt, zu denen die amerikanischen Exemplare keine Abwehrkräfte hatten. Wenige Staaten wurden wieder in die USA zurück gebracht, dort – so vermuten die Wissenschaftler – wurde der Parasit frei gesetzt und infizierte umgehend die Hummelpopulation.

Seit sechs Jahren suchen die Wissenschaftler nun gezielt nach den Hummeln. In Boulder / Colorado konnten die Forscher fünf Jahre lang aber keine einzige Hummel finden, im vergangenen Jahr dann plötzlich neun Tiere. In 2013 waren es dann schon mehr als 20 Tiere, während aus den übrigen Landesteilen keine Funde gemeldet werden.

Die Biologen erklären sich das mit der besonderen Natur. Boulder liegt im Tal, die Rocky Mountains im „Rücken“. Die Hummeln fanden hier ungestörte Bergwiesen und Prärie vor (siehe auch Video).

Diese Rückzugsräume sind sehr wichtig für Hummeln. Nicht überraschend also, dass Luk im Forum berichtet, einige Eisenhuthummeln in den Alpen beobachtet zu haben.

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Autor: Cornel van Bebber | Datum: 15. September 2013 - 02:18 Uhr | Update: 14. September 2013 - 19:29 Uhr | Kategorie: Hummelarten, Hummelschutz | Schlüsselwörter: , , , , , , , | Kommentare: 0

Autor: Cornel van Bebber
Autor und Administrator dieser Seiten seit 1998. Rheinländer, Studium Chemie und Biologie. Entdeckte die Hummeln durch das Hummelbuch von v. Hagen. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Seite. Google+: Cornel van Bebber
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