Vergleich: Nistkasten vs. Naturnest

Erst lesen: Informationstext
Hummeln entwickeln sich in einem Nest bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit, trockenem Nistmaterial und warmen Temperaturen gut. Dabei lassen sich nicht alle Hummelarten in einem Nistkasten ansiedeln. Vor allem die seltenen Arten sind keine Freunde der künstlichen Hilfen.
Hummeln haben viele Feinde, der ärgste Feind ist die Wachsmotte: Ein eher häßlicher Falter, der seine Eier ins Hummelnest legt. Die Mottenlarven fressen dann alle Vorräte. Wachsmotten werden von den Hummeln nicht als Feind erkannt, so dass sie, sollte der Eingang frei sein, einfach ins Nest spazieren. Ist der Eingang nur wenig versperrt, kommen sie nicht hinein, da sie – im Gegensatz zu den kräftigen Hummeln – zu schwach sind, um die Sperre wegzuschieben.
Hummeln brauchen als Nahrung Blütenstaub und Nektar. In der Regel ist in der Natur der Vorrat an Nektar und Blütenstaub begrenzt, so dass sich Hummeln des einen Volks mit Hummeln eines anderen Volks oder anderen Insekten Konkurrenz machen: Hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Aufgaben:
1. Videovergleich: Zähle alle Hummeln (Strichliste) am Eingang zum Nest, die ein- oder ausfliegen (Unterscheidung nicht nötig). Sieh‘ dir dazu das erste Video hier mit dem Nistkasten 2 Minuten an, anschließend das zweite Video mit dem Naturnest komplett (4:02 Minuten).

2. Rechne deine Ergebnisse um in „ein- und ausfliegende Hummeln pro Minute“.

3. Äußere Vermutungen zur Erklärung der Unterschiede.

4. Diskutiere* den Nistkasteneinsatz für ein Gebiet, in dem seltene, schützenswerte Arten zusammen mit häufigen Hummelarten vorkommen.
* = Vor- und Nachteile nennen, dann abwägen, zum Schluss entscheiden