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Hummeln

Meine Theorie und Beobachtungen der Hummelfreunde

Meine Theorie

Dauer von Sammelflügen in 2005 zu unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Staats (farblich schattiert). Die Sammeldauer wird mehr als verdoppelt, um nach der Erzeugung von Geschlechtstieren wieder zurückzugehen. Denkbar ist nicht mehr nur eine Abhängigkeit vom Nektarangebot der Umgebung, sondern auch von der Entwicklungsphase des Staats. Die Zeitangaben von Baal et al. 1994 sind fragwürdig. © van Bebber 2005

Nach Untersuchungen zweier Besucher dieser Homepage sind diese Zeitangaben aber fragwürdig. Die Hummelfreunde Wiedl und Starck untersuchten über Monate mit zwei unterschiedlichen Methoden die Dauer der Sammelflüge. Die Ergebnisse im Diagramm findet man oben (blaues Bild), die Messwerte dazu gibt es hier.

An Arbeiterinnen, denen Zuckerlösung (rot) oder Zuckerlösung und Blütenstaub (gelb) zur Verfügung standen, wurde getestet, wie lange sie überleben können. Ohne Blütenstaub sind 50% der Tiere nach 15 Tagen gestorben. Wenn Pollen zur Verfügung steht, leben noch nach 54 Tagen die Hälfte der Tiere. Nach Smeets & Duchateau 2003.

Beide konnten zu keinem Zeitpunkt eine Hummel beobachten, die so lange auf Nahrungssuche ist. Erkennbar war allerdings, dass die Sammelflüge länger wurden. Innerhalb von wenigen Monaten flogen die Tiere mehr als doppelt so lange aus (Mai: 15min, Juli: 37min). Die Dauer eines durchschnittlichen Sammelflugs war im Juli maximal, danach sank sie sogar wieder ein wenig.

Ich vermute, dass die Hypothese, die längeren Sammelflüge lägen lediglich an dem geringeren Nektarangebot, so nicht richtig ist. Vielmehr fiel eine Vergrößerung der Sammeldauer mit den unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Staats zusammen. Bis zum Höhepunkt der Volksentwicklung im Juli vergrößerte sich dementsprechend nicht nur die Individuenzahlen, sondern auch die Sammelflugdauer. Mit dem Überschreiten des Höhepunkts sank die Zeit zusammen mit der Individuenzahl. Hier vermute ich einen Zusammenhang, da sich meiner Meinung nach das Nektarangebot Ende Juli nicht wesentlich im Vergleich zu Anfang Juli verbessert hat. Außerdem steht das Blütenangebot nun den wenigen Arten zur Verfügung, die überhaupt noch natürlicherweise leben. Das mögliche Angebot hat sich also vergrößert, so dass auch aus diesem Grund die Sammelflüge hätten kürzer werden können. Dadurch bleiben auch Zweifel an der Nektartheorie bzgl. der toten Hummeln unter den Linden.


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Autor: Cornel van Bebber | Datum: 16. Juli 2011 - 15:32 Uhr | Update: 4. April 2015 - 10:21 Uhr | Kommentare: 1

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Autor: Cornel van Bebber
Autor und Administrator dieser Seiten seit 1998. Rheinländer, Studium Chemie und Biologie. Entdeckte die Hummeln durch das Hummelbuch von v. Hagen. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Seite. Google+: Cornel van Bebber
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