Donald Trump und die Hummeln

Donald Trump und die Hummeln

Und da hatten sich die Naturschützer schon so gefreut: Im November 2016 hatte der damalige US-Präsident Obama ein Verfahren in Gang gesetzt, um eine bedrohte Hummelart in allen US-Staaten besonders zu schützen, einen Tag vor diesem Ereignis stoppt Donald Trump diese Entwicklung. Wie kam es dazu?

Der Hergang

Fünf Jahre früher hatte bereits Kanada Bombus affinis auf die Rote Liste gesetzt, ein US-Bundestaat war später nachgezogen. Da der Schutz nach dem Willen der Obama-Regierung nun landesweit sein sollte, gab es viel Aufmerksamkeit. Auch war es das erste Mal, dass ausgerechnet eine Hummel auf die amerikanische Rote Liste aufgenommen werden sollte, es handelte sich um eine überall bekannte Hummelart.

Diese war aber in ziemlich kurzer Zeit selten geworden. In den letzten 20 Jahren nahm die Zahl und Verbreitung dieser Tiere um etwa 90% ab, sie lässt sich heute verglichen mit den frühen 2000er Jahren nur noch an 13% der Vorkommen auffinden.

Das Verschwinden war also erheblich. Dazu kam, dass auch die Bienen in den USA immer häufiger als Bestäuber fehlen und etwa 1/3 unserer Nahrung komplett von der Bestäubung durch Insekten abhängt.

Deshalb begann am 21.11.2016 das Verfahren zum Schutz der Hummelart. Am 21.1.2017 sollte dieser damit beendet werden, dass die Hummel auf die Rote Liste gesetzt wird.

Einen Tag vorher, am 20.1., stoppte Donald Trump diesen Prozess und schrieb eine erneute Überprüfung vor. Diese muss nun bis zum 21.3.2017 abgeschlossen sein.

Da Trump vorher an anderer Stelle angekündigt hatte, dass Umweltschutzmaßnahmen die Wirtschaft negativ beeinflussen würden, sind das keine guten Nachrichten. Daneben hat Trump vor, die finanziellen Mittel für das Umweltministerium (Ein echtes Umweltministerium gibt es in den USA nicht. Diese Funktion übernimmt der U.S. Fish and Wildlife Service, die zum Innenministerium gehört. Es hatte im September 2016 den Schutz selbst vorgeschlagen.) drastisch zu kürzen. Positiv ist nur der Hinweis, dass die Treffen zur Vorbereitung von Schutzmaßnahmen zwischen Wissenschaftlern und Vertretern des Ministeriums nicht abgesagt wurden.

Eine Umweltschutzgruppe hat gegen den Stopp des Verfahrens geklagt.

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