Hummel hebt ein Bein: Die Wahrheit über ein erfolgreiches Hummel Video im Internet (2)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=-3VHrC0mae8

Die Hummel hebt ein Bein dem Retter entgegen: „Ein unglaublicher Augenblick“ schwärmte die Daily Mail, als sich Opfer und Retter gegenüberstanden.

Der Neuseeländer Dylan Trayez hatte nämlich in einem Gewächshaus seine Blumen gegossen und dabei auch Pfützen hinterlassen. In einer solchen Pfütze war gerade eine Hummel am Ertrinken, sodass Trayez sie aufhob und auf eine Pflanze setzte. Dort filmte er die Hummel, rief “Hallo Mr. Bumblebee” und winkte ihr zu.

Dann kam der besagte „unglaubliche Moment“. Die Hummel hob eines ihrer Beine – und bewegte das Bein so, als ob sie ebenfalls ihrem Retter zuwinken wollte.

„Freundschaft kennt keine Grenzen“, übersetzte die Daily Mail ihren Lesern und ergänzte: „ein Gruß voller Dankbarkeit“. Aber stimmt das?

Die Wahrheit

Nur zu gerne würden wir menschliche Verhaltensweisen auf Tiere übertragen, wie es die britischen Redakteure getan haben. Doch die Wahrheit ist ganz anders:

Das nasse Insekt ist flugunfähig und daher eine leichte Beute. Im Ernstfall könnte es nicht fliehen.
Daher bleibt der Hummel nur zu drohen, immerhin hat sie einen Stachel. Das Anheben des mittleren Beins ist tatsächlich eine bekannte Form der Abschreckung, das Tier droht dem vermeintlichen Angreifer. Bewegt dieser die Hand über der Hummel hin und her („winken“), folgt das Bein dieser Bewegung.

Das scheinbare Winken entpuppt sich so leider nur als Drohgebärde – und nicht als rührendes Beispiel für ein tieferes Verständnis zwischen Mensch und Tier.

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