Steinhummel, Bombus lapidarius

Die Steinhummel ist eine auffällige, häufige Hummelart. Wichtigstes Kennzeichen ist der leuchtend rote „Hintern“, während der restliche Körper ganz schwarz ist. Die Männchen sehen allerdings ganz anders aus. Die Steinhummel, Bombus lapidarius, war 2005 Insekt des Jahres.

Steinhummel Weibchen (Arbeiterin)
Steinhummel-Weibchen (Arbeiterin). Die Färbung des Hinterns variiert je nach Alter: Je älter, desto ausgeblichener.

So erkennt man die Steinhummel:

Die schwarze Hummel hat einen langen Hinterleib, dessen Hinterende (4. bis 6. Tergit) leuchtend orange bis rot gefärbt ist (siehe auch im Foto oben).

Unten links die Steinhummel, zum Vergleich zwei Erdhummeln.

Männchen sehen etwas anders aus

Männchen (siehe Foto unten) tragen einen gelben Kragen, das heißt, dass hinter dem Kopf auf dem vorderen Brustabschnitt gelbe Haare bis unter den Flügelansatz reichen. Außerdem haben die Männchen diese gelben Haare auch im Gesicht:

Steinhummel auf Edeldistel
Steinhummel – Männchen auf Edeldistel, unten in einer Vergrößerung:

Hier eine Beschreibung, die sich auf das folgende Foto bezieht: Ab dem 4. Tergit beginnt die orange-rote Färbung, eine gelbe Querbinde am kopfnahen Thorax, in der Nähe des Hinterleibs weitere gelbe Haare (können auch fehlen) und im Gesicht gelbe Haare, die bis zum Ansatz der Antennen gehen, nicht höher. Letzteres ist bei Männchen der Wiesenhummeln anders, sie sind im Gesicht stärker gelb behaart. Schauen Sie zum Vergleich hier…

Männchen der Steinhummel
Männchen der Steinhummel
Steinhummel Drohn
Die obere Hummel ist ein Steinhummel-Drohn. Gut zu erkennen, dass die orange Färbung ab dem 4. Tergit beginnt und im Gesicht die gelben Haare mit dem Ansatz der Antennen enden. Die gleiche Hummel auch im folgenden Bild.
Steinhummel Drohn
Gut zu erkennen die verlängerten Antennen des Drohns links. Die Haare an den Beinen sind rötlich gefärbt.

Weitere Merkmale

Vorkommen: Im Norden an Küsten, besonders häufig in offenem Gelände, fast überall, gerne auch in Siedlungsnähe.
Gefährdungsstatus: nicht gefährdet
Verwechslung möglich mit: Wiesenhummel (zwei gelbe Streifen).
Flugzeiten: März bis Oktober. Königin: Ende März bis Ende Mai, Arbeiterinnen: bis Ende September, Drohnen: von Ende Juli bis Anfang Oktober.
Größe: Königin 2,0cm; Männchen 1,5cm; Arbeiterinnen 1,4cm.
Neststandort: Oberirdisch und unterirdisch (oft unter Steinen; Name!). Lässt sich gut in künstlichen Nistkästen ansiedeln.
Nestgröße: 100 – 300 Tiere.
Rüssellänge: lang.
Schmarotzerhummeln: Steinhummel ist Wirt von Psithyrus rupestris.

Sonnenblume mit Steinhummel.
Sonnenblume mit Steinhummel.
Sonnenblume mit Erdhummeln
Sonnenblume mit zwei Erdhummeln und einer Steinhummel (links unten).

Literatur:

  • Bellmann, 1995. Bienen, Wespen, Ameisen: Die Hautflügler Mitteleuropas
  • Hintermeier, 1984. Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft
  • v. Hagen, 1990. Hummeln – bestimmen, ansiedeln, vermehren, schützen
  • Hummelarten in der Übersicht
  • Hummelarten bestimmen

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