Industrieländer rotten Bienen aus

Die Vereinten Nationen (UN-Umweltprogramm UNEP) haben sich besorgt zum Bienensterben in den Industrienationen geäußert. Wie die Autoren der Studie „Global Bee Colony Disorders and other Threats to Insect Pollinators“ (Update 24.4.2017: Link leider nicht mehr existent) schreiben, sind dort in den vergangenen Jahren bis zu 85% der Bienenstaaten eingegangen, während in Südamerika, Afrika und Australien keine signifikaten Änderungen festzustellen waren. In Europa betrug der Rückgang 10 – 30%.

Es gibt zahlreiche Ursachen für das Bienensterben. Die UN nennt die Zerstörung des natürlichen Lebensraums, Luftverschmutzung, den Einsatz von Pestiziden und Parasiten als Hauptverantwortliche. Die taz zitiert Peter Maske, Präsidenten des Deutschen Imkerverbands:

Ein Grund ist der Einsatz von Insektengiften und die chemische Behandlung von Saatgut in der Landwirtschaft. Dieses Saatgut ist mit nikotinhaltigen Nervengiften belastet. Die Bienen nähmen diese über Wasser auf und würden in einen Rauschzustand mit Todesfolge versetzt.

Die Folgen des Bienensterbens sind kaum abzuschätzen, dürften sich aber in vielen Toten äußern. AFP zitiert Peter Steiner, Chef der UNEP:

Er gab zu bedenken, dass von den 100 Pflanzenarten, mit denen die Menschen zu 90 Prozent ihre Ernährung bestreiten, mehr als 70 Arten von Bienen bestäubt würden.

Traurig, dass sich trotzdem manche Zeitgenossen nicht für mehr Naturschutz begeistern können. Ein User in einem Blog:

Ja, wenns dann soweit kommen sollte, können spezialisten per Gentechnik, so sie denn mal dürfen, eine Bienenart züchten die nicht einfach stirbt. Simsalabim

Ausführliche Informationen gibt es auch in einem Spiegel-online-Artikel hier.

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