Krabbenspinnen und Hummeln sind Feinde

Zwar können Hummeln stechen, gegen diese Feinde sind sie aber relativ machtlos: Krabbenspinnen. Krabbenspinnen wie die im Bild sichtbare Veränderliche Krabbenspinne, Misumena vatia, bauen keine Netze, sondern warten auf ihre Beute. Dann schlagen sie blitzschnell zu. Hummeln sind aber nicht blöd. Ihre clevere Taktik lesen Sie unten.

Wissenswertes zur Krabbenspinne

Ähnlich einem Chamäleon können Krabbenspinnen innerhalb weniger Tage ihre Körperfarbe der Blüte anpassen. Bei der hier vorliegenden Art sind Variationen zwischen weiß, gelb und grünlich möglich.

Weiße Krabbenspinne mit Ackerhummel.
Die Ackerhummel hatte keine Chance gegen diese Veränderliche Krabbenspinne.

Mit dieser Färbung wartet die Spinne auf ihre Beute, sie sitzt dazu regungslos in der Blüte. Wenn eine Hummel erscheint, packen die beiden deutlich längeren, vorderen Beinpaare zu. Diese halten gleichzeitig das Tier fest und auf Abstand, so dass der Stachel nichts nutzt. Das Gift wird sofort in den Körper, kurz hinter dem Kopf, injiziert. Es wirkt sehr, sehr schnell, so dass die Hummel nicht mehr fliehen kann.

Krabbenspinnen verdanken ihren Namen der Fähigkeit, wie die Krabben seitlich zu laufen. Außerdem halten sie in Lauerstellung die vorderen Beinpaar ähnlich einer Krabbe nach vorne angewinkelt.

Aber Hummeln sind clever

Hummeln bringen sich nicht unnötig in Gefahr – zum Beispiel wenn Krabbenspinnen in der Nähe sind. In allen möglichen Situationen beobachten sie sich deshalb gegenseitig, um Gefahren auszuschließen:

  • Auf diese Weise erlernen sie, wie sie Blüten gut ausbeuten können (Studie zum Blüteneinbruch).
  • Außerdem lassen sie gerne in gefährlichen Situationen anderen Hummeln den Vortritt. Wenn bei denen alles gut geht, folgen die Hummeln.

Untersucht wurde dieses eher asoziale Verhalten an Standorten mit Krabbenspinnen. Dort besuchen die Hummeln Blüten, an denen vorher eine andere Hummel war. Denn wenn diese überlebt hatte, gab es in der Blüte keine Krabbenspinnen:

In Gegenden, wo Krabbenspinnen vorkommen, scheint es also die richtige Strategie zu sein, nicht die erste Hummel an einer solchen Blüte zu sein, denn die würde von der Krabbenspinne direkt gefressen. Sinnvoller ist es, einer anderen Hummel den Vortritt zu lassen und zu schauen, ob diese überlebt.
Quelle

Offenbar kennen die Hummeln noch eine Gewohnheit der Krabbenspinnen: Sie leben in einer Blüte, bis diese verblüht ist. Sie wechseln also nicht ihre „Wohnung“.

Dadurch können die Hummeln sicher sein mit ihrer Strategie, großzügig den Brüdern und Schwestern den Vortritt zu lassen.

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1 comment on “Krabbenspinnen und Hummeln sind FeindeKommentar verfassen →

  1. Ich habe tatsächlich eine Krabbenspinne auf einem Blatt der Zierhimbeere ( ?? ) gefunden. Sie war aber so gut getarnt, daß ich sie nicht fotografieren konnte.

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