Cosmos Schmuckkörbchen

Was andere für Hummeln machen: Ideen für den Hummelschutz

In diesem Artikel sammle ich Ideen von Städten und Kreisen, wie diese aktiv für den Hummelschutz und Bienenschutz werden (Warum ich Hummeln schütze…). Der Artikel wird bei neuen Ideen aktualisiert (Letztes Update: 22.8.).

Die Ideen

Alles echt: Alle unten genannten Ideen wurden irgendwo schon einmal umgesetzt:

Cosmos Schmuckkörbchen
Cosmos, das Schmuckkörbchen, lässt sich gut aussäen und bietet Nahrung. Foto mit freundlicher Erlaubnis durch Petra Steinsiek.
  • Blühwiesen: In Kreisverkehre, Rasenflächen und Wegränder Blühmischungen einbringen und blühende Wiesen schaffen.
  • Mähen: Diese Flächen nur 1x im Jahr spät mähen (dann können sich die Hummelpflanzen selber aussäen) und das Mähgut abtransportieren (s.u.).

    Kreiselmäher zerstört bodennahe Nester
    Zugegeben – auf dieser Wiese blüht eh nichts. Aber ein solcher Kreiselmäher zerstört bodennahe Nester von Hummeln, gerade der seltenen Arten. Muss das Mähen auf städtischen Flächen überhaupt sein?
  • Saatbomben mit Kindern basteln.
  • Saatguttütchen verteilen.
  • Flaschen mit 10mL Zuckerwasser verteilen. Passt in die Handtasche und dient dazu, erschöpfte Hummel aufzupäppeln (einen Tropfen neben die Hummel geben).
  • Hummelkästen bauen und öffentlich vorstellen.
  • Landwirte: Auf Brachflächen und Feldrändern blühende Wiesen anlegen (Subventionen: 300 Euro/ha Brachfläche; bei Feldrändern mehr). Mittlerweile ein Problem: Spaziergänger, die Blumen für die heimische Vase pflücken. Der Landwirt muss dann einen Teil der Subventionen zurück zahlen. Daher werden auch Pflanzen ausgesät, die sich nicht für die heimische Vase eignen, z.B. Phacelia.
  • Vorträge über Hummeln halten.
  • Bestimmungskurse zu Hummeln abhalten, Kurse mit Hummelpflanzen durchführen
  • Im Landkreis abstimmen: Verzicht auf Neonicotinoide.
  • Offene Gärten mit Hummelbeeten.
  • Begrünte Dächer mit Hummelpflanzen.
  • Mähgut einsammeln und kompostieren, um Rasenflächen nährstoffärmer zu machen. Das fördert Wildblumen.
  • Insektenlehrpfad und „grünes Klassenzimmer“
  • Für Kinder: Junior-Ranger-Pässe. Werden mit Stempeln gefüllt, wenn Wissenseinheiten bearbeitet wurden.
  • Foto-Exkursion zu Insekten.
  • Workshop: Bau von Hummelnistkästen.
  • Innerhalb der Stadtgrenzen werden keine Herbizide verwendet
  • Das gemähte Gras einsammeln und abtransportieren, denn so wird der Boden nährstoffarmer und dadurch besser für Wildblumen geeignet.
  • Kinder: Auf Bienensuche gehen.
  • Deutsche Bahn:An nicht mehr genutzten Industriegleisen keine Pflanzenschutzmittel einsetzen.
  • Ausstellung über Hummeln
  • Leute zu einem Hummel-Spaziergang einladen

Was macht denn Ihre Gemeinde oder Ihr Verein? Schreiben Sie es mir in die Kommentare!


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5 comments on “Was andere für Hummeln machen: Ideen für den HummelschutzKommentar verfassen →

    1. Da können Sie nichts machen – außer gießen. Denn dann produzieren die Linden mehr Nektar, der hoffentlich für mehr Tiere reicht. Aber ich fürchte, dafür ist es jetzt auch zu spät, denn die Blütezeit ist vorbei.

  1. Hi
    Warum nur einmal im Jahr mähen und wann?
    Wir haben ein großes Grundstück, welches wir auf Empfehlungen des örtlichen Nabu zweimal im Jahr mähen
    Im Mai und im Oktober
    Warum nur einmal und wann?
    Was machen wir mit der Mahd?
    Liebe Grüße aus Dortmund
    Wolfram
    München?

    1. Das Foto im Artikel passt nicht so recht zu der Forderung, nur 1x im Jahr zu mähen, aber das war der Grund: Manche Wiesen sind nicht nur grün, auf manchen blüht es recht üppig. Wenn man sie spät im Jahr mäht (August), können die Pflanzen noch aussamen und sich dadurch vermehren.

  2. Hallo,
    nach Möglichkeit nur am Rand mähen, in der Fläche Blumen, Stauden pflanzen und der Natur ihren Lauf lassen, Wasserschleifen anlegen für Transport, Versickerung von Regenwasser.
    Gruß

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